Reisen im Zug: Mit Interrail wird der Weg zum Ziel
Während viele Fluggesellschaften am Abgrund taumeln und der ganzen Branche – bedingt durch die Wirtschaftskrise – Verluste in Milliardenhöhe und eine Entlassungswelle prognostiziert werden, erfreut sich das Reisen mit der Bahn – scheinbar unbeeindruckt von der Krise – großer Beliebtheit. Immer mehr Urlauber schwenken vom Flugzeug in den Zug über. Gerade bei jungen Erwachsenen steht das Reisen in der Bahn, ausgestattet mit einem Interrail-Pass, weiterhin hoch im Kurs.
„Interrailen“ ist aus verschiedenen Gründen besonders attraktiv: Es ist eine günstige Möglichkeit der Fortbewegung, die erlebnishungrige Reisende quer durch Europa, in bis zu 30 Länder führen kann. Interrail-Reisende sind zudem sehr flexibel, was Abfahrts- und Bestimmungsort angeht. Der wohl wichtigste Aspekt, der für die Reise im Zug spricht, ist aber die Reise selbst: Jugendliche und junge Erwachsene wollen ihr Kontaktnetz spannen, am liebsten quer durch den Zug. Dabei erweist sich der Waggon als idealer Ort: Dieser entpuppt sich oft als Sammelbecken reisefreudiger Backpacker, als Entstehungsort cooler Kontakte oder heißer Urlaubsromanzen. So kann es also durchaus passieren, dass sich auf dem Weg von Amsterdam nach Brüssel in ungezwungener Atmosphäre interessante Jobkontakte anbahnen, und im Abteil jenes Zuges, der von der belgischen Hauptstadt weiter in die französische „Stadt der Liebe“ führt, ein heftiger Flirt entfacht.
Wie der Interrail-Vermarkter Eurail Group mitteilt, haben zwischen Januar und April fünf Prozent mehr von den Interrail-Pässen Gebrauch gemacht als in der gleichen Vorjahresperiode. Und dies, obwohl das vergangene Jahr bereits zum Erfolgsjahr wurde: 2008 sind 240.000 Europäer mit Interrail gereist, 37 Prozent mehr als 2007.
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