Trinkgeld-Lektion: Je nördlicher, umso kleiner der Aufpreis
Eine Frage, die im Urlaub zu hitzigen Diskussionen führen kann, weil ein Konsens nur selten erzielt wird, lautet: Wie viel Trinkgeld ist üblich? Den Touristen den größtmöglichen Spielraum bietet die Antwort von Marco Montini, Direktor bei der Italienischen Zentrale für Tourismus in Frankfurt. Man solle so viel geben, wie man will und „wie der Service wert war“, zitiert ihn das „Manager Magazin“. Deutlichere Ansagen macht der ADAC. Er macht die Höhe des Trinkgeldes von der geografischen Lage abhängig, ganz unter dem Motto: „Je weiter nördlich in Europa, umso geringer das Aufgeld.“
Wer also diesen Sommer Dänemark anpeilt, braucht der Höhe des Trinkgeldes keine Beachtung schenken. Den separaten, selbst gewählten Aufpreis auf den Rechnungsbetrag kennt man in unserem nördlichen Nachbarland nicht. Das Hochpreisland Dänemark bleibt trotzdem ein vergleichsweise teures Pflaster.
Im Süden ist Trinkgeld Pflicht: In Italien sollten es zehn Prozent sein und auch in der Türkei müsse mehr als fünf Prozent der Rechnungssumme drauf gezahlt werden – denn mit „nur fünf Prozent“ würde man negativ auffallen, schreibt das „Manager Magazin“.
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